Gerüstbau

Nach der Verwendung unterscheidet man Arbeits- und Schutzgerüste. Arbeitsgerüste werden nach ihrer Belastung in sechs Gruppen unterteilt. Schutzgerüste werden als Fanggerüste, Dachfanggerüste oder als Schutzdächer gebaut. Gerüsttragsysteme sind Standgerüste, Auslegergerüste, Konsolgerüste und Hängegerüste. Gerüstausführungsarten sind Stahlrohrkupplungsgerüst, Leitergerüste, Rahmengerüste und Modulgerüste.

Gerüstbauarbeiten müssen stets unter sachkundiger Aufsicht erfolgen. Gerüstverstrebungen geben dem Gerüst die erforderliche Steifigkeit. Sie sind in der Nähe der Kreuzungspunkte anzubringen. Alle Gerüste, die freistehend nicht standsicher sind, müssen an genügend festen Bauteilen mit dem Gebäude verankert werden. Der Seitenschutz des Gerüstes ist ab 2 m Absturzhöhe dreiteilig auszubilden, bestehend aus Bordbrett, Geländerholm und Zwischenholm. Die Betriebssicherheit von Gerüsten ist insbesondere nach längerer Arbeitsunterbrechung sowie nach Witterungseinwirkungen zu überprüfen. Bei Dachfanggerüsten sind die vorgeschriebenen Abmessungen zu beachten. Fahrgerüste sind gegen unbeabsichtiges Verschieben und Kippen ausreichend zu sichern.